HandballKanuLeichtathletikRudernSchwimmen/WasserballTurnen
18.10.2014 - Heiko Dankel
... und dann kam der Wind
 
31 statt 14 kg Bootsgewicht, Plastik statt Carbon, 6 km Kurs mit 5 Wendebojen statt Albanosystem, – und vor allem Rudern bei Wind und Wellen – das ist Coastal Rowing
 
 


Seit 2007 gibt es die FISA World Club Coastal Rowing Challenge und seit 2010 wird diese Veranstaltung als FISA World Rowing Coastal Championship ausgetragen. Diese ist offen für alle Clubmannschaften ohne Qualifikationsmodus. Warum also nicht teilnehmen, wenn sich das perfekt mit einem Urlaub in Griechenland verbinden lässt? Am Wochenende kämpften 400 Sportler aus 23 Nationen um die Medaillen, darunter zwei Rüdersdorfer Vierer, ein Vierer aus Stuttgart und München, Barbara Jonischkeit aus Leverkusen und ich.

Für die spezielle Wettkampfvorbereitung leistete unser Gig-Einer „Tokio“ gute Dienste, kam der doch den Abmessungen und dem Gewicht der verwendeten Boote sehr nahe. Das entsprechende Wellenrevier findet man – so dachte ich jedenfalls - bei Flachwasser am Domfelsen, wo ich einige Trainingseinheiten absolvierte.

In Thessoloniki lief die Sache auch ganz gut an. Wind und Wellen zunächst Fehlanzeige, so dass die Qualifikation fürs A-Finale bei „Binnenruderbedingungen“ kein Problem darstellte.

Aber ausgerechnet am Finaltag war dann Schluss mit lustig. Der Wind frischte erheblich auf. Die Regattaleitung kürzte daraufhin die Strecke und richtete einen Nothafen für den Fall ein, dass die Pontons zum Ab- und Anlegen nicht benutzt werden können. Denn bereits das Ablegen auf den stark schwankenden Stegen geriet zu wahren Kunststücken. Nachdem ich eine optimale Startposition gefunden hatte und der letzte von drei Bällen gefallen war, der das optische Signal für den Start darstellte, ruderten alle los. Ich auch, nur kam ich nicht vorwärts, minutenlang schien ich förmlich an einer Stelle zu kleben, einen richtigen Ruderschlag bekam ich auf der ganzen Strecke nicht hin. Aber irgendwie muss sich das Boot dann doch bewegt haben, schließlich kam ich laut offiziellen Regattabericht nach 52:10,61 min als 15ter ins Ziel, Rückstand zum Sieger sage und schreibe 21 Minuten! Schwacher Trost: Ein Kollege ist nicht angekommen und ein anderer erst gar nicht gestartet.

Fazit: Coastal Rowing sollte man denen überlassen, die auch ständig auf diesen Revieren unterwegs sind. Die Nationen, die Coastalrudern nur vom Hörensagen kennen, hatten gegen die Seerudervereine aus Frankreich, Italien und Spanien keine Chance. Das Rudern und Orientieren unter schwierigen Wetterbedingungen erfordert jahrelanges Training auf dem Meer und ist eher mit Surfen zu vergleichen.

Und Leute: heult nicht rum, wenn auf der Elbe mal wieder„’ne Welle steht“!





17.10.2014 - Bernd Parschau
Rowing Australia

12.10.2014 - Lutz Lingener
SCM Doppelzweier rudert zu Bronze bei den Deutschen Meisterschaften

05.10.2014 - Heiko Dankel
Zwei Trainingswochenenden abgeschlossen - DM und WRCC können kommen

30.09.2014 - Heiko Dankel
Echtes Boat Race Feeling in Hannover - Bericht vom Head of the River Leine

15.09.2014 - Lutz Lingener / Tim Cassebaum
Magdeburger bauen Vorsprung im Städteachtervergleich aus

15.09.2014 - Lutz Lingener
24. Städteachter Magdeburg-Halle.

03.09.2014 - Tim Cassebaum
24. Städteachter Magdeburg-Halle

27.08.2014 - Heiko Dankel
Langstrecke war gestern - Bericht vom Early Bird Boat Race

25.08.2014 - Bernd Stumpe
Juniorenweltmeisterschaften der Ruderer in Hamburg

31.07.2014 - Heiko Dankel
5. Euro Master Regatta in München – rowing unlimited

08.07.2014 - Lena Dankel
Hamburg is calling!

07.07.2014 - Heiko Dankel
Der 46. Bundeswettbewerb ist Geschichte!

17.06.2014 - Heiko Dankel
Nachtrag zur Landesmeisterschaft im Rudern - Statistik muss sein!

16.06.2014 - Bernd Stumpe
Landesmeisterschaften des Ruderverbandes Sachsen-Anhalt 2014
Impressum