HandballKanuLeichtathletikRudernSchwimmen/WasserballTurnen

1959 · “Bubi” Wende
gewann den WM-Pokal



1981 · SCM mit EC-Trophäe


1981 · Meisterschaft der Frauenmannschaft


Heutige Heimspielstätte – die Bördelandhalle mit bis zu 8.500 enthusiastischen Fans


1999 · Großer Jubel nach dem gewonnenen EuropaCup-Pokal


2001 · Ein weiterer Triumph: die gewonnene Meisterschaft


2002 · Trainer Alfred Gislason mit dem CL Pokal

Handball
Ohne den SC Magdeburg würde dem deutschen Handball etwas fehlen.
Die Handballer des SC Aufbau Magdeburg bzw. des SC Magdeburg haben in ihrer mittlerweile 50-jährigen Vereinsgeschichte eine unglaubliche Anzahl von Titeln gesammelt. Sie sind nicht nur das Aushängeschild des Vereins, sondern obendrauf der erfolgreichste deutsche Handballverein der vergangenen Jahrzehnte. Zehn nationale Titel im Osten Deutschlands, sechs nationale Pokalsiege, der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2001, fünf Europapokalsiege mit dem bislang in Deutschland einzigen Erfolg in der Königsklasse und drei Erfolge als Vereins-Europameister – diese Bilanz ist einmalig.

Die Anfänge einer langen Erfolgsgeschichte
Die Handballer gehörten im Sommer 1955 zu den Mitbegründern des SC Aufbau Magdeburg.
Bereits das Jahr 1959 brachte den ersten großen Triumph, als Hans-Jürgen Wende mit der gemeinsamen deutschen Mannschaft Feldhandball-Weltmeister wurde. Nach den Jahren der gemeinsamen Mannschaft standen sich im WM-Finale im Juni 1963 die beiden deutschen Nationalmannschaften gegenüber. 14:7 gewann die DDR in Basel gegen die Bundesrepublik.

“Der Erfolg bei der Weltmeisterschaft 1959 war mein größter sportlicher Triumph. Es ist beeindruckend, wie viele Erfolge der Verein in den Jahrzehnten danach feiern konnte.” (Hans-Jürgen Wende)

Unterm Hallendach begann für die Magdeburger im Jahr 1970 eine einzigartige Serie. 22 Meisterschaftsmedaillen gewannen sie hintereinander, darunter zehn goldene.

Das goldene EC-Jahr 1981 begann im Februar in der “Goldenen Stadt”. Magdeburg schaltete Dukla Prag aus, danach Lugi Lund aus Schweden. Um die Meisterkrone ging es gegen Kolinska Slovan Ljubljana. Am Ende wieder Jubel bei den Elbestädtern, die nach dem 23:25 das Rückspiel 29:18 gewannen. Am 10. Mai setzte der SCM noch eins drauf, gewann in Dortmund mit einem überlegenen 24:19 gegen den TuS Nettelstedt auch die Europameisterschaft für Vereinsmannschaften.

“Der SC Magdeburg war immer ein Verein, mit dem man sich identifizieren kann. Unser erster Europapokalsieg und der Olympiasieg von Moskau, das waren unglaubliche Dinger.” (Wieland Schmidt)


Seit 1990 in der gesamtdeutschen Eliteliga
Die Erfolge der SCM-Handballer blieben auch nach 1990 nicht aus. Mit dem SCM konnte sich auf lange Sicht nur ein Team aus dem Osten dauerhaft in der Eliteliga etablieren. Mit Manager Bernd-Uwe Hildebrandt hatten die Elbestädter einen Steuermann an Bord, der mit der Mannschaft alle Klippen der neuen Zeit umschiffte, getragen auf den Wogen eines enthusiastischen und dankbaren Handball-Publikums. Und in einer neuen Halle, die mehr als dreimal so viel Zuschauer aufnehmen kann wie die gefürchtete “Gieseler-Hölle”.

Es dauerte 18 Jahre, ehe die Magdeburger wieder einen Europapokal gewannen. 1999 sind die Magdeburger sieben Tore besser als Balonmano de Valladolid. Tausende Fans feierten die Pokalhelden auf dem Alten Markt der Landeshauptstadt.

Dann das Jahr 2001. Unglaublich, aber wahr. Es flüsterten schon alle Geister, Magdeburg wird Meister. Vor dem großen Wurf machen die Magdeburger noch einmal Nägel mit Köpfen und kehren nach einem tollen Spiel mit dem EHFPokal aus Metkovic heim. Dann das schier Unfassbare, mit einem grandiosen 30:23-Erfolg gegen die SG Flensburg-Handewitt holen die Magdeburger die Meisterschale an die Elbe.

“Ich war mit der Truppe DHB-Pokalsieger, zweimal EHF-Cupsieger, aber die Schale ist das Größte.” (Steffen Stiebler)

Magdeburg im Finale der Champions League
Im März kann auch der dänische Meister Kolding die Magdeburger nicht stoppen, der SCM steht im Finale der Champions League. Im Hexenkessel von Veszprem verlieren die Elbestädter das Hinspiel 21:23. Am 27. April 2002 machen die Magdeburger Nägel mit Köpfen, schlagen im Rückspiel Veszprem 30:25 und gewinnen als erstes deutsches Team die Champions League und nach 1978 und 1981 zum dritten Mal den EC der Landesmeister. 20.000 Fans feiern die Handball-Könige Europas auf dem Alten Markt.




Die Erfolge im Damenhandball
Magdeburgs Handball-Damen standen immer ein wenig, manchmal auch etwas mehr, im Schatten der erfolgreichen Männer. Dabei können sich allein schon die Erfolge in der Nationalmannschaft sehen lassen. Ja, sie waren bei Weltmeisterschaften gar hochkarätiger als die der Männer. Magdeburger Spielerinnen hatten zwar nie Olympiasieger in ihren Reihen, aber mehrmals Weltmeisterinnen. Und das haben die Männer in all den Jahren nie gepackt.
Doch dann mussten die Damen akzeptieren, dass sich ein Verein unter den veränderten Bedingungen nicht mehrere Profimannschaften leisten kann. Der SC Magdeburg konzentrierte sich künftig nur noch auf den Männerhandball.


» Webseite Stefan Kretzschmar
» Webseite Christian Schöne
Impressum