Weltcup Szeged 2020

Der Deutsche Kanuverband entsandte zum letzten internationalen Wettkampf in diesem Jahr drei junge Athleten vom SC Magdeburg e.V., damit sie ihre ersten Erfahrungen in der Leistungsklasse sammeln. Vor allem für den 18-jährigen Moritz Florstedt war der Weltcup ein wegweisender Schritt in seiner Karriere, denn mit jeweils einem fünften Platz über die 500 m im Kajak-Einer und im -Vierer über 1000 Meter, konnte Moritz überzeugen. Diese Platzierungen sind umso höher anzusehen, wenn man berücksichtigt, dass im Einerrennen zum Beispiel Lokalmatador Balint Kopasz (Weltmeister über die doppelte Distanz), Fernando Pimenta aus Portugal (Olympiazweiter 2012 im K2) oder ein Balazs Brikas, ebenfalls Ungar und zweimaliger K2-Weltmeister, an den Start gegangen sind. „Szeged war wirklich ein sehr schöner und gelungener Höhepunkt zum Abschluss. Ich hoffe, dass ich auch in der neuen Saison einen Weltcup fahren kann“, blickte Moritz voraus.

Die ebenfalls 18-jährige Josefine Landt fasste hingegen den Weltcup deutlich kritischer zusammen. Mit einem 13. Platz im Kajak-Zweier über 500 Meter und nach ihrem 18. Rang im Einer über 200 Meter fiel das Resümee mit: „Gut ist was anderes.“, spartanisch aus. Josefine hatte sich mehr erhofft, konnte aber ihre ersten Erfahrungen im Kreis der Besten sammeln.

Erfahrung hat auch der dritte Weltcup-Debütant Felix Gebhardt gesammelt. „Ich bin mit meinem fünften Platz zufrieden, auch wenn ich knapp an meiner ersten internationalen Medaille vorbeigefahren bin“, erklärte der Schützling von Coach Detlef Hummelt nach dem Finale über die 500 m im C1. Mit 1:52,73 Minuten fehlten Felix nur 0,8 Sekunden zur Bronzemedaille. Über die olympischen 1.000 m im C1 fuhr Felix auf den 13. Platz. Im abschließenden Rennen über die 5.000 m, welches mit einem Massenstart durchgeführt wurde, belegte Felix den neunten Platz. „Mir ist nach dem Massenstart ein Russe ins Boot und ein Bulgare ins Paddel gefahren, dadurch wurde ich Stück für Stück nach hinten geschoben. Es hat geschlaucht, ich war irgendwann fest, hatte ein Ziehen in der Schulter.“, resümierte Felix nach dem Rennen.

Jetzt haben Josefine, Moritz und Felix zwei Wochen Urlaub, bevor es in die Vorbereitung auf die Saison 2021 geht.

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